8.0216:54 Uhr
Toni stellt die Flasche kopfüber im Glas ab, alles bläht sich, wird zu Schaum und läuft über die Ränder. „Soviel Schaum wie möglich,“ sagt er wie als trotzige Antwort, „ist doch ein gutes Weißbier.“ Unter seinen Augen hängen Tränensäcke, der Gang ist müde. Schneeweiße Haare bedecken den birnenförmigen Kopf. Toni setzt sich wieder hin. Unzählige Male hat der 70-Jährige in seinem Leben eingeschenkt, aber heute, heute mag er einfach nicht mehr.
Kaum ein Lichtstrahl findet den Weg in diese 20 Quadratmeter, dafür hat Toni gesorgt. Erst ließ er Kletterpflanzen in der Auslage wuchern, damit die Leute nicht reinglotzen, dann riss er die Ranken ab und baute sich eine neue Mauer aus leeren Jägermeister-Flaschen, H-Milchtüten und Erbsensuppendosen.
„Bei Toni“, halb Straßenkiosk, halb Eckkneipe, liegt wie ein trauriger Fleck in der Barer Straße 75, Maxvorstadt. Schräg gegenüber hat vor kurzem ein Ökocafé aufgemacht, im Umkreis weniger Meter gibt es eine Donutbäckerei und eine Gesundheitsdrogerie. Die Leute, die aus der Tram 27 aussteigen, könnten Tonis Tür aufstoßen, unter dem dunkelbraunen Vorhang durchgehen und in der Mittagspause eine Halbe bestellen, und nach Feierabend noch eins. „Früher haben die Leute zehn Bier an einem normalen Arbeitstag getrunken“, erzählt Toni in breitem Bayerisch, und weil das heute keiner mehr macht, stehen die Leute nur draußen, klopfen gegen Tonis Schiebefenster, zersprungen, 50 mal 50 Zentimeter groß, und sagen „Gauloises, die roten“ oder „OCB, die langen“.
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17.03
ich habe kein mitleid mit profilierungssüchtigen juristen aller couleur, aber, jetzt noch einmal, auch ganz ehrlich, was ist das für ein sch#*$ kommentar: der hat da nix drin verloren, weil: zu wenig haare? zu alt? zu spießig? für dich und die coole posse im super-cafe am hochheisl? wenn irgendjemand draussen bleiben muss, weil er hacke ist oder aggressiv, kein thema, nur zu unterstützen. wenn selbst vor stinklangweiligen bars irgendwelche cerberusse mit zweistelligem IQ 'ihr' publikum nach raster sortieren: merci. bestätigt eigentlich nur wieder viele vorurteile über diese fade stadt, fad zumindest was ihr nachtleben angeht. nein, jetzt kommt kein berlin vergleich.
16.03
Oh ja, bayerisch ist chic, vorallem im Münchner Nachtleben oder auf der Wiesn. Am Besten find ich immer noch den Ausspruch "Aufi gehts!" wenn ein eindeutig Nicht-Bayer versucht zu sagen "Auf gäds!" ;-)
16.03
DA haben wir die pappnase. also ganz ehrlich, im café am hochhaus hat DER nix verloren... http://www.abendzeitung.de/muenchen/170043
16.03
ohje. das is sicher so einer, der sich ne wohnung kauft am gärtnerplatz und dann rummeckert, weil ihm da zu viele leute sind, die lärm machen und ihn in seiner nachtruhe störten. ich hoffe, er liest das hier und die kommentare. ein armer irrer, in der tat. sollte einer ein photo haben, bitte posten. das wird dann an alle türsteher in münchen verteilt, und KEINER soll diesen aggro typen jemals wieder irgendwo reinlassen.
15.03
Kickern im Kafe Marat ist ja zum Glück gratis, wie auch sonst kein Konsumzwang besteht!
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